Historische Bildungsforschung, mit dem Schwerpunkt Gender History

 

 

Die Geschichte von Erziehung und Bildung stellt den Schwerpunkt der in der allgemeinen Pädagogik angesiedelten Professur dar. Das heißt, Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind u.a.: die Geschichte pädagogischer Ideen (die »Klassiker«), die Sozialgeschichte von Kindheit, Jugend und Familie, die Geschichte der Schule und anderer pädagogischer Institutionen, Wissenschaftsgeschichte etc. Darüber hinaus werden von der Stelleninhaberin deutliche Akzente in der historisch-pädagogischen Frauen- und Geschlechterforschung gesetzt. Frauen- und Geschlechterforschung in der Pädagogik ist kein umgrenztes wissenschaftliches Spezialgebiet, sondern ein Forschungsansatz, der quer zur traditionellen Systematik des Faches verläuft. Sie behandelt Problemfelder, die sich durch alle Teildisziplinen der Erziehungswissenschaft ziehen, und fragt nach der Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit für historische und aktuelle Erziehungs- und Bildungsprozesse. Die Kategorie Geschlecht rückt - neben anderen wie z.B. Stand, Schicht, Konfession oder Ethnie etc. - in den Mittelpunkt pädagogischer Geschichtsschreibung, Theoriebildung und Bildungspraxis. Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen geraten ins Blickfeld und machen deutlich, dass unter geschlechtsneutralen Bezeichnungen oft nur das männliche Subjekt der Erziehung verstanden wird. Darüber hinaus ist die andere Seite des Erziehungsverhältnisses von Interesse, die Situation der Erziehenden, speziell die der Mütter, aber auch die Professionalisierung von Frauen in pädagogischen Berufen.

 

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Humanwissenschaftliche Fakultät
Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Historische Bildungsforschung/Gender History
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