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Nachrichten aus dem Bereich Humanwissenschaftliche Fakultät :

Tagung "Gewalt - Vernunft - Angst"
Graduiertenschule der Humanwissenschaftlichen Fakultät
in Kooperation mit der Professur für Kindheitsforschung im Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Jutta Ecarius) und der Professur für Pädagogik an der Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Dr. Johannes Bilstein)
Donnerstag, 16. November / Freitag, 17. November 2017

weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer bzw. unserer Homepage unter http://www.hf.uni-koeln.de/39030

In Zeiten zunehmender politischer und gesellschaftlicher Unsicherheiten geraten die subjektiven Bewältigungsformen von Kontingenzen und Lebensrisiken mehr und mehr unter Veränderungsdruck - auch, da spätmoderne Lebensbedingungen mit Anforderungen des Optimierens bei gleichzeitiger Zunahme von gewaltförmigen Diskursen konfrontiert sind. Unsicherheiten, Gewaltphantasien und Ängste können die Folge sein. Daraus ergeben sich politische, soziale, biographische und pädagogische Probleme.

Gewalttätige und kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Menschen oder Staaten werden mehr und mehr präsent. Dies verstärkt die Wahrnehmung von Gewalt und physisch ausagierter Willkür und produziert neben vernünftigen Auseinandersetzungen Gefühle von Angst und Abwehr. Zugleich bieten medial verbreitete Imaginationen vielfältige Möglichkeiten zum Ausleben und Miterleben von Gewalt- und Angstphantasien in einem nie gekannten Ausmaß und in neuartiger Intensität. Angesichts dessen stehen die klassischen, mit der europäischen Tradition verknüpften vernunftbasierten Diskurs- und Bewältigungsformen vor neuen, bisher nicht gekannten Herausforderungen.

Unter spätmodernen Bedingungen von Heterogenität und Vielfältigkeit „vernünftig" auf die anscheinend ausufernde Gewalt zu reagieren, „vernünftig" mit den eigenen und fremden Ängsten umzugehen - auch mit den Faszinationen, die mit Gewaltphänomenen verbunden sind - , scheint zunehmend schwierig und stellt alle Formen des pädagogischen und sozialen Handels vor neue Herausforderungen. Nicht nur einzelne Personen sind damit konfrontiert und zur Stellungnahme aufgerufen, sondern auch Lebensbereiche wie Familie, Schule, Medienleben und Alltagshandeln sind davon betroffen.

 

 

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