Projekt HEDforALL - Ganzheitlicher Ansatz für barrierefreie Hochschulbildung

Verantwortlich

Prof. Dr. Matthias Grünke

Weiter verantwortlich

Zeitraum

01.11.2021-31.10.2024

Förderung

Universität Mazedonien (Griechenland), Universität Alicante (Spanien), Institut für Bildungstechnologie (Italien)

Beschreibung

Ein universitäres Studium trotz einer Behinderung zu meistern, stellt für viele Betroffene eine große Herausforderung dar. Es gibt etliche Hürden, die das erfolgreiche Durchlaufen einer Hochschulausbildung erschweren. Lehrende wissen oft nicht, wie sie auf die Bedürfnisse dieser jungen Menschen eingehen können, um vorhandene Barrieren aus dem Weg zu räumen. Es besteht ein großer Bedarf, die Veranstaltungs- und Prüfungsangebote so anzupassen, dass Studierende mit Behinderungen möglichst keinen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Außerdem müssen Dozierende besser darüber informiert werden, wie sie auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen können. Das HEDforALL-Projekt zielt darauf ab, die Inklusion von Studierenden mit einer Behinderung an Hochschulen zu verbessern, indem adressat*innengerechtes Materialien erstellt und das akademische Personal im Umgang mit dieser Personengruppe geschult wird. Ein besonderes Augenmerk legt der Modellversuch hierbei auf die Möglichkeiten der digitaler Bildung und des E-Learnings. Das Projekt besteht aus drei Teilen. Im ersten geht es um Untersuchungen unter Beteiligung von Studierenden mit Behinderungen, von Dozierenden und von Inklusionsberater*innen. An dieser Studie nehmen mindestens 220 Personen teil (mindestens 120 Universitätsangehörige und mindestens 100 Studierende). Das Ziel besteht darin, mehr über die Herausforderungen der Betroffenen sowie über das einschlägige Wissen von Lehrkräften und Berater*innen zu erfahren. Der zweite Teil des Projekts dreht sich um die Konzeption und Entwicklung von angepasstem Lehrmaterial und dessen Bewertung im Hinblick auf die Zugänglichkeit, die Benutzer*innenfreundlichkeit und die pädagogische Wirksamkeit durch die Studierenden. Darüber hinaus beinhaltet dieser Teil die Entwicklung eines Online-Repositorys mit zugänglichem Unterrichtsmaterial für unterschiedliche Studiengänge. Schließlich umfasst der dritte Teil des Projekts die Durchführung von Veranstaltungen, in denen es um den Austausch über die Projektergebnisse geht. Im Nachgang wollen die Partner*innen aus den beteiligten Ländern (Deutschland, Italien, Griechenland, Spanien) die zentralen Erkenntnisse aus dem Modellversuch an ihren jeweiligen Universitäten dauerhaft praktisch nutzbar machen und andere Hochschulen innerhalb der Europäischen Union dementsprechend beraten.

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