Dr. Anke Groß-Kunkel
Studienrätin im Hochschuldienst
Modulbeauftragte für das SM 2 im M.Ed. Sonderpädagogische Förderung
Raum
27
Brieffach
5
Adresse
Klosterstr. 79 b
50931 Köln
Sprechstunde
nach Vereinbarung
(vorherige Anmeldung per Email)
Aktuelle Forschungsprojekte:
„LEA Leseklub® - Lesen einmal anders“, Deutschland und Schweiz, Kooperation mit den amerikanischen „Next Chapter Book Clubs“, seit 2005
Der erste LEA Leseklub® wurde 2007 in Köln von Anke Groß-Kunkel gegründet und hat sich seither bundesweit sowie in der Schweiz verbreitet. Die Idee geht auf Tom Fish von der Ohio State University, USA und die so genannten Next Chapter Book Clubs zurück. Ziel der LEA Leseklubs® ist es, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in gemeinsamen literarischen Erfahrungsräumen im gesellschaftlichen Kontext zusammenzuführen. In den LEA Leseklub® treffen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung einmal wöchentlich für etwa eine Stunde im öffentlichen Raum (etwas in einer Bibliothek oder einem Café), um gemeinsam ein literarisches Werk zu lesen und zu besprechen. Ein zentrales Merkmal besteht darin, dass Mitglieder mit Beeinträchtigung während der Treffen reihum laut vorlesen (Groß-Kunkel & Fish, 2023). Dabei sind bestimmte Lesekompetenzen keine Teilnahmevoraussetzung. Vielmehr wurden verschiedene Methoden entwickelt – insbesondere das sogenannte Echo-Lesen (Groß-Kunkel 2017) – und soziale Lesepraktiken eingeführt, um eine aktive Beteiligung aller zu ermöglichen und Barrieren abzubauen.
Die LEA Leseklubs® sind ein Gemeinschaftsprojekt der Universität zu Köln und KuBus® e.V.
Weitere Informationen finden Sie hier: ww.kubus-ev.de/projekte/lea-leseklub/
„SUSHI – Summer School Inklusiv“ partizipatives Forschungs- und Praxisprojekt, Entwicklung und Durchführung partizipativer Summer und Winter Schools für Studierende und Menschen mit Lernschwierigkeiten, seit 2017
SUSHI (Summer School Inklusiv) ist ein partizipatives Forschungs- und Bildungsprojekt. Zielsetzung ist, inklusives Forschen und Lernen von Menschen mit Lernschwierigkeiten und Studierenden an der Universität zu ermöglichen und neue Wege zu einer inklusiven Hochschule aufzuzeigen (Mischo et al. 2023). Bei SUSHI forschen Menschen mit Lernschwierigkeiten („Co-Forschende“), Studierende und Lehrende gemeinsam zu Fragestellungen über den Zugang zur Universität für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Dabei werden alle Forschungsschritte gemeinsam erarbeitet und methodisch so aufbereitet, dass sich alle aktiv beteiligen können. Auf diese Weise wird Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten an Hochschulbildung und -forschung (ein ansonsten für den Personenkreis exkludierendes System) in einem ersten Schritt realisiert und Veränderungen in gesellschaftlichen Strukturen angestoßen. Gleichzeitig werden Ansätze und Methoden partizipativer Forschung durch die inklusive Forschendengruppe (weiter-)entwickelt.
SUSHI ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität zu Köln und KuBus® e.V.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.kubus-ev.de/projekte/sushi/
Abgeschlossene Forschungsprojekte:
„Gemeinsames Lernen durch literarästhetische Erfahrungen ermöglichen“, Kooperationsprojekt mit Jun.-Prof. Dr. Wiebke Dannecker, Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität zu Köln, 2017-2021
„DigiLI: Digitales Lernen im inklusiven Literaturunterricht – interdisziplinäre Bedarfsanalyse, Konzeptentwicklung und empirische Erprobung“, 2020-2023
„KrebspatientInnen mit Behinderung: Erhebung der psychosozialen Versorgungsituation und Implikationen für eine bedarfsgerechte Versorgung“, Kooperationsprojekt mit dem LVR-Institut für Versorgungsforschung und dem IMVR (Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft) der Universität zu Köln, 2017 - 2021
„Community Inclusion – the Perspective of People without Disabilities“, Kooperationsprojekt mit dem Nisonger Center, Ohio State University/USA, 2016 - 2019
Abgeschlossene Dissertation:
Kultur, Literacy und Behinderung - Teilhabe verstehen und verwirklichen mit den LEA Leseklubs

Ob Bücher, Literatur oder erzählte Geschichten – Lese-Erfahrungen sind aus unserem kulturellen Alltag nicht mehr wegzudenken.
Wie aber lassen sich Leseangebote und kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Behinderung verwirklichen? Anke Groß-Kunkel stellt in diesem Buch den inklusiven Ansatz der LEA Leseklubs® vor und zeigt, wie sie das Leben von Menschen mit Behinderung verändern. Zugleich erschließt das Buch erstmals die Kulturphilosophie Ernst Cassirers sowie die soziale Literacy-Theorie und bringt so neue Konzepte in die Behindertenpädagogik ein. Herausgearbeitet wird dabei nicht nur ein neuer Blick auf die kulturellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Deutlich wird auch: Lesen ist mehr als eine Frage von Lesefähigkeiten – vielmehr erfüllt es für Menschen mit Behinderung unterschiedliche individuelle, soziale, kulturelle und sinnstiftende Funktionen.
Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen unter: http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/2174.html